Wohin mit dem Erbe?

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Größere Summe sicher anlegen-

Wohin mit dem Erbe?

Die Deutschen erben viel. Oft wird das Geld nicht sofort benötigt. Dann sollte nur das Nötigste aufs Tagesgeldkonto. Den Rest sollten Erben in Fonds anlegen, raten Experten.

http://www.n-tv.de/ratgeber/Wohin-mit-dem-Erbe-article19043931.html

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http://www.dasinvestment.com/nc/investments/fonds/news/datum/2016/08/18/fondsgebuehren-geraten-immer-mehr-unter-druck/

Das sind die beliebtesten Opfer der Anlagebetrüger

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Ein gutes Gehalt und viel Zutrauen – aber wenig Zeit und Finanzwissen: Das ist das Profil, das betrügerische Anlageberater lieben. Vor allem eine Berufsgruppe in Deutschland erfüllt die Kriterien.

http://www.welt.de/finanzen/geldanlage/article155641522/Das-sind-die-beliebtesten-Opfer-der-Anlagebetrueger.html

 

Offene Honorare statt versteckter Provisionen: Wie Ärzte bei der Finanzberatung Geld sparen können

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Finanzberatung erfolgt üblicherweise kostenfrei und wird mit dem Abschluss von Finanzprodukten über Provisionszahlungen und laufende Produktkosten refinanziert. Doch diese klassische Vorgehensweise der Finanzberatung ist teuer. Sehr teuer. Mit der Beratung gegen Honorar dagegen lässt sich viel Geld sparen.

Offene Honorare statt versteckter Provisionen: Wie Ärzte bei der Finanzberatung Geld sparen können

 

QUALITÄT HAT IHREN PREIS – GERADE DIE KOSTEN SIND ENTSCHEIDEND!

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Entscheiden sich Anleger, ihr Geld langfristig in Geldanlageprodukte zu investieren, gibt es eine Reihe seltsamer Phänomene. Eines der merkwürdigsten ist aber, dass Menschen, die sonst Preise für Haushaltsgeräte und Nahrungsmittel vergleichen und Handytarife bis auf ein Zehntelcent herunterrechnen können, bei den Kosten für Geldanlagen eine unglaubliche Großzügigkeit an den Tag legen. Dabei geht es gerade hier regelmäßig um Tausende von Euro, die die Rendite des Anlegers aufzehren. Die Experten von Honorarfinanz durchleuchten diese Fehler und zeigen auf, wie man diese Kosten deutlich senken kann.

Viele Anleger glauben, dass bei der Geldanlage bzw. Finanzprodukten das gleiche Motto wie bei Konsumgütern gilt und Qualität ihren Preis hat. Was nichts kostet, ist nichts wert, so der Glaube. Leider handelt es sich hier um einen fatalen Anlegerfehler,der dazu führt,dass am Ende einer Sparphase von dem am Markt erzielbaren Renditen tatsächlich nur ein Bruchteil beim Anleger hängen bleibt. Denn gerade die Kosten einer Geldanlage sind ausschlaggebend für den Anlegeerfolg: je geringer die Kosten, desto höher die Rendite des Anlegers. Warum auch kleine Kostenunterschiede langfristig eine große Wirkung haben, zeigen wir im Folgenden auf.

Wirkung von Zinsen und Zinseszins

Anleger unterschätzen die Kosten einer Geldanlage deshalb, weil sie meistens kein Gefühl für die Langzeitwirkung von Zins und Zinseszins haben. Ein einfaches Beispiel soll den Effekt kurz erläutern: zwei Anleger legen einmalig 100.000 Euro an. Der eine erreicht 5 %Rendite, bei dem anderen reduzieren die höheren laufenden Kosten den Ertrag auf 3,5 Prozent pro Jahr. Nach zehn Jahren ist der erste Anleger um etwa 63.000 Euro, der zweite nur um etwa 43.000 Euro reicher geworden. Gerade mal 1,5 % mehr Rendite führen zu einem Unterschied von 53 % beim Vermögenszuwachs. Nach 20 Jahren vergrößert sich der Vorsprung sogar auf 67 % und nach 30 Jahren auf 84 %. Unser Anleger mit der kosteneffizienteren Anlage hat in dieser Zeit einen Zuwachs von über 332.000 Euro erzielt, während der mit der teuren Anlage nur um 180.000 Euro reicher geworden ist. Schaut man sich allerdings die Realität bei Anlegern an, so liegt die durchschnittliche Kostenbelastung jenseits der 1,5 %. Standardprodukte, die über Banken und Finanzdienstleister Anlegern angeboten werden, beinhalten oft laufende Kosten von 3,0 % und mehr. Somit haben Anleger kaum eine Chance, ihre langfristigen finanziellen Ziele für die Altersvorsorge zu erreichen.

Kostenbelastung von Geldanlagen

Wie sieht nun die Kostenbelastung bei verschiedenen Geldanlagen in der Praxis aus? Schließt man eine Geldanlage ab, so werden anfänglich in der Regel gleich Miese gemacht, da die Kosten, die mit dem Kauf von Finanzprodukten verbunden sind, zu Buche schlagen. Diese Kosten werden beim Erwerb als Abschlusskosten abgezogen und dem Guthaben belastet. Produktanbieter zahlen sie an Banken oder an Vermittler als Belohnung für den Vertrieb des Produktes. Bei Fonds und Zertifikaten wird die Abschlussprovision, „Ausgabeaufschlag“ oder auch „Agio“ genannt, immer prozentual berechnet, was bedeutet, dass die absolute Höhe der Kosten vom Anlagebetrag abhängt. Investiert man 100.000 Euro in einen Fonds und die Provision beträgt 5 %, so gehen rund 5.000 Euro an die Bank oder den Vermittler. Die Abschlussprovisionen variieren von Produkt zu Produkt unterschiedlich.

Mit den Abschlusskosten geben sich Banken und Vermittler allerdings nicht zufrieden. Für die meisten Produkte werden auch sogenannte Bestandsprovisionen oder Vertriebsfolgeprovisionen eingenommen. Die Bestandsprovisionen zahlen die Produktanbieter jedes Jahr an die Banken und Vermittler, solange sich ein Produkt im Depot eines Kunden befindet. Für einen Aktienfonds können das beispielsweise jährlich schnell 0,85 % und mehr der Anlagesumme sein. Hält der Anleger einen solchen Fonds entsprechend lange, summieren sich die Bestandsprovisionen mit der Zeit auf einen stattlichen Betrag, der selbst die hohen Abschlussprovisionen übersteigt. Steht im Gegenzug keine Leistung seitens des Vermittlers zur Verfügung, ist das quasi rausgeschmissenes Geld. Vor allem bei Versicherungspolicen auf Fondsbasis werden sehr hohe Bestandsprovisionen eingenommen. Somit ist das „kostenlose“ Beratungsgespräch bei Banken und Finanzdienstleistern ein Ammenmärchen.

Laufende Kosten unterschätzen

Den Großteil der Kosten verursachen allerdings die Produktgeber mit den laufenden Kosten selber,da sie für die Verwaltung des Produktes fürstlich entlohnt werden. Diese „Verwaltungsgebühr“ oder auch „Managementgebühr“ wird jährlich in Höhe eines festgelegten Prozentsatzes berechnet und dem Anleger von seinem Kapital abgezogen. Darin enthalten sind die Kosten für das Management und die Betriebskosten sowie die Bestandsprovisionen für den Vermittler. Die laufenden Kosten von aktiv gemanagten Fonds liegen zum Beispiel schnell bei durchschnittlich 1,8 % pro Jahr. Zusätzlich entstehen durch das aktive Handeln zusätzliche Transaktionskosten, die im Schnitt weitere 0,5 bis 1,0 % der Anlegerrendite verschlingen. In Europa nimmt sich das Fondsmanagement auch gerne eine Erfolgsprämie, die sogenannte „Performance-Fee“, welche im Durchschnitt mit weiteren 0,5 % zu Buche schlägt. Kombiniert man aktive Fonds zusätzlich mit Versicherungsprodukten, so entstehen noch weitere Kosten auf Versicherungsebene, was zu einer weiteren Renditekürzung von über 1 bis 2 % pro Jahr führt. Unter dem Strich bleibt dem Anleger in der Regel nicht einmal die Hälfte der am Markt erzielbaren Rendite, was zu einer enormen Gefährdung der finanziellen Ziele führt.

Kostengünstig sind Indexfonds

Schaut man sich kosteneffiziente Lösungen an, so kommt man an günstigen Indexfonds/ETFs nicht vorbei. Sie kommen ohne aktives Management und hohe Transaktionskosten aus. Sie bilden einfach passiv einen gängigen Index wie z.B. den Euro Stoxx 50 ab. Dadurch fallen die Kosten der Fonds deutlich geringer aus. Baut man sich damit ein breitdiversifiziertes Weltportfolio, so liegen die laufenden Kosten nur noch bei circa 0,20 bis 0,30 % pro Jahr, je nach Risikoneigung. Sowohl die Abschlusskosten als auch die Bestandprovisionen entfallen hier komplett. Auch sind Anleger mit Standardlösungen wie z. B. mit dem global diversifizierten easyfolio-Fonds bestens bedient. Mit laufenden Gesamtkosten von circa 0,90 % pro Jahr inklusive Rebelancing sind im Vergleich zu aktiven Produkten ein Schnäppchen.

Muss Qualität ihren Preis haben?

Ist also eine kostengünstige Geldanlage tatsächlich nichts wert? Bringen kostengünstige Anlagen weniger Ertrag? Natürlich nicht! Eine ganze Reihen von wissenschaftlichen Untersuchungen zeigt: Fonds mit niedrigen Kosten bringen höhere Renditen. Auch bringt passives Investieren mit Indexfonds dauerhaft einen renditesteigernden Effekt gegenüber aktiven Anlagenstrategien. Bei der Geldanlage treffen also zwei bekannte Weisheiten zu, die man sich als Anleger merken sollte.

Die Kaufmannsregel: Im Einkauf liegt der Gewinn.

Und die Investorenregel: Hin und Her macht Taschen leer.

Befolgen Anleger diese beiden Grundregeln der Geldanlage, werden sie das teure Spiel gegen die Finanzindustrie gewinnen und den Großteil der Marktrenditen für sich einnehmen.

ERTRAG UND RISIKO – RISIKEN RICHTIG EINSCHÄTZEN

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Laut einer Studie wünschen sich rund 70 % der Anleger eine hohe Rendite bei ihrer Altersvorsorge, bei gleichzeitig hoher Sicherheit. Ein frommer Wunsch, der leider eine Traumvorstellung bleibt. Risiko bei Finanzanlagen wird von Laien vielfach mit „Geld verlieren“ oder „zwischenzeitliche Kursverluste erleiden“ gleichgesetzt:
Aktienfonds werden daher oft als riskant, festverzinsliche Anlagen, wie z. B. Festgeld, als risikofrei empfunden und bezeichnet. Diese Definition von Risiko ist viel zu einfach. Die Experten von Honorarfinanz durchleuchten diesen Verständnisfehler bei Anlegern und zeigen auf, welchen Zusammenhang Rendite und Risiko haben.

Eine der Kernaussagen der Kapitalmarkttheorie ist, dass Risiko und Rendite untrennbar miteinander verbunden sind und das demnach eine höhere erwartete Rendite auch mit einem höheren Risiko einhergeht. Risiko und Rendite bedingen sich bei der Geldanlage immer gegenseitig. Höhere Renditechancen musste man sich als Anleger schon immer mit höheren Risiken erkaufen. Wenn einem jemand hohe Renditen ohne Risiko anbietet, sollte man besonders aufpassen.

Risiken richtig verstehen

Risiko ist die Möglichkeit, dass gegenüber einer Planung eine unerwartete Verschlechterung eintritt. Wäre z. B. der Kursrückgang eines Wertpapiers vorhersehbar, dann wäre der Kauf dieses Papiers kein Risiko, da diese Entwicklung zwar negativ ist, aber vorher bekannt war. Es kommt also darauf an, dass das negative Ereignis nicht erwartet wurde. Weiterhin ist wichtig, dass diese unvorhergesehene Verschlechterung immer mal wieder stattfinden muss, sonst wäre es kein Risiko. Umgekehrt ist von Anlagen, die ein geringeres Risiko besitzen, also geringe Wertschwankungen aufweisen, jedenfalls langfristig auch keine hohe Rendite zu erwarten. Risiko hat viele Gesichter. Je nach Situation, Zeitpunkt und Investor variiert das subjektive Empfinden von Risikoart und Risikoausmaß. In einer gewissen Weise hat finanzielles Risiko auch eine philosophische Dimension:
Wer im Leben stets auf „Nummer sicher“ geht, wird wohl selten abstürzen, aber vermutlich auch selten einen Gipfel erklimmen. Auch hat ein und derselbe Anleger im Zeitablauf veränderliche Vorstellungen von Risiko. Daher ist es für rationale Anleger vorteilhaft, finanzielles Risiko aus mehreren Blickwinkeln zu verstehen.

Risiko und Rendite sind untrennbar miteinander verbunden.

Eins ist aber eine eindeutig belegbare wissenschaftliche Erkenntnis:
Rendite kommt von Risiko und ist die Belohnung für das Tragen von Risiko. Beides ist untrennbar miteinander verbunden, so das Gesetz der Ökonomie. Wären Aktien nicht risikoreich, würden sie langfristig keine rund fünfmal so hohe Rendite erzielen wie das risikoärmste Investment z. B. einer kurzlaufenden europäischen Staatsanleihe höchster Bonität. Das Risiko bei einer Geldanlage bemisst sich an der Frage: Wie wahrscheinlich wird das mit der Geldanlage verbundene Sparziel innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums erreicht? Risiko ist also immer an ein Sparziel und an einen Anlagezeitraum geknüpft. Risiko ist also die Möglichkeit, zum vorgesehenen Zeitpunkt über weniger liquide Mittel zu verfügen als geplant.

Was auf dem Weg zum Ziel passiert, ob z. B. durch einen Aktiencrash zwischenzeitlich auch einmal größere Buchverluste entstehen können, hat nichts mit Risiko zu tun. Geld verloren hat man durch den reinen Kursrückgang nämlich nicht. Nur, wenn man zu solch einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen würde und aus Buchverlusten reale Verluste würden, dann hätte man bei einem Verkauf der Wertpapiere weniger Liquidität als zu diesem Zeitpunkt ursprünglich geplant war. Eine Geldanlage, die eine hohe Renditechance aufweist und kein Risiko birgt, gibt es nicht! Doch immerhin gibt es in der Investmentwelt zwei erfreuliche Einschränkungen: Zum einen nimmt das Risiko in der Regel ab, je länger der Anlagehorizont ist. Zum anderen kann Risiko durch sinnvolle Diversifikation der Anlagen deutlich reduziert werden, ohne dass sich die Rendite verringert. Für das Einzelinvestment bleibt aber eine hohe Renditeerwartung immer mit hohem Risiko verbunden.

Fehlverhalten führt vor allem zu Risiken

Mit gesundem Menschenverstand kann man also feststellen, das Risiko und Rendite miteinander verknüpft sind. In der Finanzökonomie würde man keine Sekunde an diesem Gesetz zweifeln. Anders dagegen sehen es oft die Teilnehmer der Finanzindustrie, die gegenüber ihren Kunden gerne so tun, als könnten sie dieses Gesetz mit speziellen Lösungen außer Kraft setzen. Oft glauben Anleger den Renditeversprechen der Finanzprofis und schalten den gesunden Menschenverstand aus. An den Kapitalmärkten die volle Renditepartizipation zu erzielen und dabei keine Risiken eingehen zu müssen, wird von Anlegern am Ende teuer bezahlt.

Erfahrungsgemäß gibt es aber nicht wenige Anleger mit guter Finanzbildung, die ihr Geld vor allem durch ihr eigenes Fehlverhalten verlieren, weil sie plötzlich konträr zu den Gesetzen handeln. Vor allem neigen gerade gut ausgebildete und professionelle Anleger dazu, ihre eigenen Kenntnisse relativ zu den übrigen Investoren massiv zu überschätzen. Sie haben deshalb die unangenehme Angewohnheit, in Produkte mit komplexen Risiken zu investieren, die sie selbst gar nicht verstehen. Diese „Überkonfidenz“ ist von der Verhaltensökonomie schon lange als eine der Hauptursachen von Anlegerfehlern identifiziert worden. Um Finanzanlagen zu beurteilen, die Risiken beinhalten, reicht es nicht, nur die dahinterstehende Finanzmathematik zu begreifen. Man benötigt Kenntnisse über die Funktionsweise von realen Märkten, man muss verstehen, warum Produkte erfolgreich sind und was möglicherweise mit ihnen schiefgehen kann. Dennoch stürzen sich gerade in Zeiten niedriger Zinsen für sichere Geldanlagen Anleger in Finanzprodukte, die hohe Erträge versprechen, ohne dass die Gründe für die angeblichen Renditen verstanden oder hinterfragt werden. Ein tiefes Problem ist, dass die überwiegende Anzahl von Anlegern – und dies schließt sowohl die meisten privaten wie auch viele institutionelle ein – Geld anlegt, ohne sich zu fragen, wie der ökonomische Mechanismus funktionieren soll, der ihnen eine spätere Rückzahlung bzw. hohe Rendite ermöglichen und sichern soll. Vielen Anlegern fehlt ein grundlegendes Verständnis von Risiko und Rendite, von der Art und Weise, wie Renditen zustande kommen. Auch die Investition in ETFs bewahrt einen nicht vor Risiken. Im Gegenteil: Kombiniert man ETFs falsch, so werden sie zur riskanten Geldanlage mit hohem Verlustpotenzial.

Im Ergebnis kann man eine Anlageform nicht per se als „riskant“ der „sicher“ bezeichnen. Der Begriff Risiko macht immer nur Sinn, wenn er einem Sparziel mit zugehörigem zeitlichem Anlagehorizont zugeordnet ist und der Anleger im Vorfeld seine eigene Risikoneigung definiert.

DIE JAGD NACH MODETRENDS

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Die Modebranche ist von Natur aus launisch

Sie regt Trends an, die sie anschließend wieder verteufelt, um die Verbraucher zu veranlassen, ihre Garderobe immer wieder zu erneuern.
Ein Großteil der Finanzdienstleistungsbranche arbeitet genauso. Sie liefert Anlegern immer wieder neue Trend- und Modeprodukte. Die Jagd nach diesen Anlagen, die hohe Erträge versprechen, ohne dass die Gründe für die angeblichen Renditen verstanden oder hinterfragt werden beginnt in Zeiten wie diesen verstärkt.

Privatanleger sind mit den mickrigen Zinsen von Geldmarktanlagen und Staatsanleihen unzufrieden. Sie haben das Gefühl, ihr Geld muss arbeiten, Gewinne erwirtschaften. In den letzten Jahren gab es einen Boom an neuen Anlageprodukten oder Modeprodukten. Ob es sich um Branchenfonds, geschlossene Beteiligungsfonds, Mittelstandsanleihen oder Genussscheine handelte, alle vereinen neben hohe Renditeversprechen eines:
Bei ihnen sind langfristige hohe Risiken konzentriert, die nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind. Insbesondere gefährlich werden sie beim Eintritt von unerwarteten Extremereignissen. Dies können wirtschaftliche Schwierigkeiten beim Emittenten sein, aber auch allgemeine wirtschaftliche Probleme die eine spezielle Branche betreffen.

Modeprodukten hinterherrennen

Modedesigner, Hersteller und Medien erzählen den Verbrauchern, was dieses Jahr in Mode ist, und erzeugen damit eine Nachfrage, die es vorher nicht wird von Hochglanzmagazinen als hip aufgebauscht. Also „müssen“ Sie es kaufen. Ähnlich arbeitet eine Vielzahl von Medienunternehmen und Finanzdienstleistern, die flüchtige Trends mit eingebauter Veralterung präsentieren, um die Anleger zum Kauf neuer „Sachen“ zu veranlassen.
Diese Anbieter richten sich nicht so sehr nach den tatsächlichen Bedürfnissen des einzelnen Anlegers, sondern vielmehr nach einem kurzlebigen, künstlich erzeugten Bedarf. Ebenso wie in der Mode springen Verbraucher auf einen Anlagetrend, wenn er gerade seinen Höhepunkt erreicht und der Markt zu einem anderen Trend übergegangen ist. Infolgedessen bestehen ihre Portfolios aus schlecht zusammengestellten, kostspieligen und unpraktischen Produkten wie den zuvor genannten Produkten.

Einige Anleger begingen den Fehler, von einem Trend zum anderen zu pendeln, was zu übermäßig konzentrierten Portfolios führte – wie ein modeorientierter Käufer mit einem Schrank voller blauer Hemden mit Puffärmeln. Obwohl einige dieser Anlagen einen funktionsfähigen Markt fanden, stellt sich die Frage, ob die Entwicklung und Massenvermarktung von Produkten, die auf kurzfristige Trends setzen, den spezifischen und langfristigen Bedürfnissen des Einzelnen dient.

Buy-and-hold mit dem Markt

Zum Glück gibt es eine Alternative. Statt in etwas zu investieren, das gerade schick ist, ziehen einige vielleicht einen Ansatz vor, der auf langfristigen, in verschiedenen Marktumständen bewährten Kenntnissen und Grundsätzen basiert. Statt Mutmaßungen darüber anzustellen, wohin der Markt als Nächstes läuft, beinhaltet dieser alternative Ansatz die Zusammenarbeit mit dem Markt, die Aufnahme von den Risiken, die es auch wert sind, aufgenommen zu werden, das Halten einer bestimmten Anzahl von Assetklassen, das Minimieren von Kosten und die Kontrolle über die eigenen Emotionen. Statt wie ein verängstigtes Modeopfer Renditen hinterherzujagen, geht es für die Anleger bei diesem Ansatz darum, dem Markt zu vertrauen, dass er sie für die Aufnahme „systemischer“ Risiken oder Risiken, die durch Diversifizierung nicht eliminiert werden können, entschädigen wird.

Dem Anlagestil treu bleiben

Statt je nach aktueller Mode mit An- lagestilen zu jonglieren, basiert dieser Ansatz auf marktspezifischen Renditedimensionen, die sich nach gründlichen Recherchen als sensibel, persistent und allgemeingültig erwiesen haben. Statt das Garderoben-Budget für das Portfolio-Äquivalent von Stulpen zu verjubeln, verteilt dieser Ansatz das Risiko auf verschiedene Assetklassen, Sektoren und Länder. Dies ist eine altbewährte Methode, die als Diversifizierung bezeichnet wird. Und statt in teuren Edelkaufhäusern Höchstpreise für beliebte Marken zu zahlen, konzentriert sich dieser Ansatz darauf, gute langfristige Investments zu Preisen zu sichern, die im Verhältnis zu den Basiskennzahlen niedrig sind.

Zu hohen Preisen zu kaufen, bedeutet, dass Ihre erwartete Rendite niedrig ist. Anstatt sich auf Anlagen „von der Stange“ zu konzentrieren, die die Branche anbietet, weil sie glaubt, sie ließen sich diese Woche gut verkaufen, liefert dieser Ansatz vor allem langfristige, maßgeschneiderte Ergebnisse, die sich nach den Bedürfnissen, Zielen und Lebensumständen des Einzelnen richten. Um es mit den Worten des legendären Modedesigners Coco Chanel zu sagen:

„Die Anlagemode ändert sich, aber Stil kommt niemals aus der Mode.“

Indexpolicen: Niemals an der Börse verlieren

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Versicherer locken mit einem neuen Versprechen:   Mit Indexpolicen können auch konservative Sparer an der Börsenentwicklung teilhaben, ohne Verluste zu machen. Ob das funktioniert?

Alle zerbrechen sich über die Altersvorsorge den Kopf. Was tun, lautet die große Frage angesichts niedriger Zinsen, die traditionelle Sparkonzepte zunehmend hinfällig machen. Der konservative deutsche Sparer weiß nicht mehr, wohin mit seinem Geld zur Zukunftssicherung, weil seine langjährigen Lieblingsprodukte wie Lebensversicherungen oder Festgelder keine Rendite mehr bringen. Auf der anderen Seite wissen die Anbieter kaum noch, wie sie die Kunden locken sollen.

Vor allem die Versicherungsbranche befindet sich mitten in einem Umbruch. So ist eine Reihe von großen Versicherern schon aus dem Geschäft mit den klassischen Lebensversicherungen ausgestiegen. Andere Unternehmen haben sie zwar weiterhin im Angebot, werben aber nicht mehr dafür oder gehen sogar so weit, den Sparern von Abschlüssen abzuraten. Der Grund: Es wird für Versicherer immer schwieriger, alte Policen mit hohen Garantiezinsen von vier Prozent zu finanzieren. Denn sie legen das Geld ihrer Kunden vor allem in sichere Anleihen an. Aber weil diese in Nullzinszeiten kaum noch etwas Erkleckliches abwerfen, kann dem Neukunden so gut wie nichts geboten werden.

 Neue Verkaufsgeschichte

Ein Weitermachen wie bisher ist in diesem Umfeld nicht möglich. Es bleiben also nur zwei Möglichkeiten: Entweder resignieren alle, legen entweder ihre Altersvorsorge auf Eis oder ihr Versicherungsgeschäft ad acta. Vernünftig ist weder das eine noch das andere. Die andere Möglichkeit: Sie suchen neue Mittel und Wege, um ihrem jeweiligen Ziel näher zu kommen.

Die Versicherer sind schon voll dabei. Sie schaffen neue Produkte und eine dazugehörige Verkaufsgeschichte für die Kunden. Sie lautet: Mehr Renditechancen! Was sie geflissentlich verschweigen, ist die Kehrseite: Weniger Sicherheit. Im Grunde blasen die Versicherer damit ins gleiche Horn wie Mario Draghi. Der Präsident der Europäischen Zentralbank, maßgeblich für die Nullzinsen verantwortlich, hat den um ihre Altersvorsorge bangenden Deutschen in der zurückliegenden Woche mit auf den Weg gegeben, dass sie es mit ihren Anlageentscheidungen ja selbst in der Hand hätten, wie hoch ihre Erträge ausfielen. Sie müssten sich halt andere Möglichkeiten suchen als das Sparbuch und dergleichen.

Sicherheit und Rendite

In den Versicherungen hat die Niedrigzinsphase einen Erfindergeist geweckt. Diejenigen, die weiterhin Lebensversicherungen anbieten, bauen ihre herkömmlichen Angebote zur „Neuen Klassik“ aus, wie die Produkte mit geringeren Garantien genannt werden. Die Nachfrage ist, obwohl nicht mehr so hoch wie früher, weiterhin ungebrochen: Immer noch werden alljährlich rund zwei Millionen Lebens- und Rentenversicherungen abgeschlossen. Dabei besitzen 82 Millionen Deutsche schon knapp 90 Millionen Policen.

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http://www.faz.net/aktuell/finanzen/fonds-mehr/indexpolicen-versprechen-gewinne-an-der-boerse-14208403.html