Indexpolicen: Niemals an der BA�rse verlieren

Versicherer locken mit einem neuen Versprechen:A�A� Mit Indexpolicen kA�nnen auch konservative Sparer an der BA�rsenentwicklung teilhaben, ohne Verluste zu machen. Ob das funktioniert?

Alle zerbrechen sich A?ber die Altersvorsorge den Kopf. Was tun, lautet die groAYe Frage angesichts niedriger Zinsen, die traditionelle Sparkonzepte zunehmend hinfA�llig machen. Der konservative deutsche Sparer weiAY nicht mehr, wohin mit seinem Geld zur Zukunftssicherung, weil seine langjA�hrigen Lieblingsprodukte wie Lebensversicherungen oder Festgelder keine Rendite mehr bringen. Auf der anderen Seite wissen die Anbieter kaum noch, wie sie die Kunden locken sollen.

Vor allem die Versicherungsbranche befindet sich mitten in einem Umbruch. So ist eine Reihe von groAYen Versicherern schon aus dem GeschA�ft mit den klassischen Lebensversicherungen ausgestiegen. Andere Unternehmen haben sie zwar weiterhin im Angebot, werben aber nicht mehr dafA?r oder gehen sogar so weit, den Sparern von AbschlA?ssen abzuraten. Der Grund: Es wird fA?r Versicherer immer schwieriger, alte Policen mit hohen Garantiezinsen von vier Prozent zu finanzieren. Denn sie legen das Geld ihrer Kunden vor allem in sichere Anleihen an. Aber weil diese in Nullzinszeiten kaum noch etwas Erkleckliches abwerfen, kann dem Neukunden so gut wie nichts geboten werden.

A�Neue Verkaufsgeschichte

Ein Weitermachen wie bisher ist in diesem Umfeld nicht mA�glich. Es bleiben also nur zwei MA�glichkeiten: Entweder resignieren alle, legen entweder ihre Altersvorsorge auf Eis oder ihr VersicherungsgeschA�ft ad acta. VernA?nftig ist weder das eine noch das andere. Die andere MA�glichkeit: Sie suchen neue Mittel und Wege, um ihrem jeweiligen Ziel nA�her zu kommen.

Die Versicherer sind schon voll dabei. Sie schaffen neue Produkte und eine dazugehA�rige Verkaufsgeschichte fA?r die Kunden. Sie lautet: Mehr Renditechancen! Was sie geflissentlich verschweigen, ist die Kehrseite: Weniger Sicherheit. Im Grunde blasen die Versicherer damit ins gleiche Horn wie Mario Draghi. Der PrA�sident der EuropA�ischen Zentralbank, maAYgeblich fA?r die Nullzinsen verantwortlich, hat den um ihre Altersvorsorge bangenden Deutschen in der zurA?ckliegenden Woche mit auf den Weg gegeben, dass sie es mit ihren Anlageentscheidungen ja selbst in der Hand hA�tten, wie hoch ihre ErtrA�ge ausfielen. Sie mA?ssten sich halt andere MA�glichkeiten suchen als das Sparbuch und dergleichen.

Sicherheit und Rendite

In den Versicherungen hat die Niedrigzinsphase einen Erfindergeist geweckt. Diejenigen, die weiterhin Lebensversicherungen anbieten, bauen ihre herkA�mmlichen Angebote zur a�zNeuen Klassika�? aus, wie die Produkte mit geringeren Garantien genannt werden. Die Nachfrage ist, obwohl nicht mehr so hoch wie frA?her, weiterhin ungebrochen: Immer noch werden alljA�hrlich rund zwei Millionen Lebens- und Rentenversicherungen abgeschlossen. Dabei besitzen 82 Millionen Deutsche schon knapp 90 Millionen Policen.

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