QUALITA�T HAT IHREN PREIS a�� GERADE DIE KOSTEN SIND ENTSCHEIDEND!

Entscheiden sich Anleger, ihr Geld langfristig in Geldanlageprodukte zu investieren, gibt es eine Reihe seltsamer PhA�nomene. Eines der merkwA?rdigsten ist aber, dass Menschen, die sonst Preise fA?r HaushaltsgerA�te und Nahrungsmittel vergleichen und Handytarife bis auf ein Zehntelcent herunterrechnen kA�nnen, bei den Kosten fA?r Geldanlagen eine unglaubliche GroAYzA?gigkeit an den Tag legen. Dabei geht es gerade hier regelmA�AYig um Tausende von Euro, die die Rendite des Anlegers aufzehren. Die Experten von Honorarfinanz durchleuchten diese Fehler und zeigen auf, wie man diese Kosten deutlich senken kann.

Viele Anleger glauben, dass bei der Geldanlage bzw. Finanzprodukten das gleiche Motto wie bei KonsumgA?tern gilt und QualitA�t ihren Preis hat. Was nichts kostet, ist nichts wert, so der Glaube. Leider handelt es sich hier um einen fatalen Anlegerfehler,der dazu fA?hrt,dass am Ende einer Sparphase von dem am Markt erzielbaren Renditen tatsA�chlich nur ein Bruchteil beim Anleger hA�ngen bleibt. Denn gerade die Kosten einer Geldanlage sind ausschlaggebend fA?r den Anlegeerfolg: je geringer die Kosten, desto hA�her die Rendite des Anlegers. Warum auch kleine Kostenunterschiede langfristig eine groAYe Wirkung haben, zeigen wir im Folgenden auf.

Wirkung von Zinsen und Zinseszins

Anleger unterschA�tzen die Kosten einer Geldanlage deshalb, weil sie meistens kein GefA?hl fA?r die Langzeitwirkung von Zins und Zinseszins haben. Ein einfaches Beispiel soll den Effekt kurz erlA�utern: zwei Anleger legen einmalig 100.000 Euro an. Der eine erreicht 5 %Rendite, bei dem anderen reduzieren die hA�heren laufenden Kosten den Ertrag auf 3,5 Prozent pro Jahr. Nach zehn Jahren ist der erste Anleger um etwa 63.000 Euro, der zweite nur um etwa 43.000 Euro reicher geworden. Gerade mal 1,5 % mehr Rendite fA?hren zu einem Unterschied von 53 % beim VermA�genszuwachs. Nach 20 Jahren vergrA�AYert sich der Vorsprung sogar auf 67 % und nach 30 Jahren auf 84 %. Unser Anleger mit der kosteneffizienteren Anlage hat in dieser Zeit einen Zuwachs von A?ber 332.000 Euro erzielt, wA�hrend der mit der teuren Anlage nur um 180.000 Euro reicher geworden ist. Schaut man sich allerdings die RealitA�t bei Anlegern an, so liegt die durchschnittliche Kostenbelastung jenseits der 1,5 %. Standardprodukte, die A?ber Banken und Finanzdienstleister Anlegern angeboten werden, beinhalten oft laufende Kosten von 3,0 % und mehr. Somit haben Anleger kaum eine Chance, ihre langfristigen finanziellen Ziele fA?r die Altersvorsorge zu erreichen.

Kostenbelastung von Geldanlagen

Wie sieht nun die Kostenbelastung bei verschiedenen Geldanlagen in der Praxis aus? SchlieAYt man eine Geldanlage ab, so werden anfA�nglich in der Regel gleich Miese gemacht, da die Kosten, die mit dem Kauf von Finanzprodukten verbunden sind, zu Buche schlagen. Diese Kosten werden beim Erwerb als Abschlusskosten abgezogen und dem Guthaben belastet. Produktanbieter zahlen sie an Banken oder an Vermittler als Belohnung fA?r den Vertrieb des Produktes. Bei Fonds und Zertifikaten wird die Abschlussprovision, a�zAusgabeaufschlaga�? oder auch a�zAgioa�? genannt, immer prozentual berechnet, was bedeutet, dass die absolute HA�he der Kosten vom Anlagebetrag abhA�ngt. Investiert man 100.000 Euro in einen Fonds und die Provision betrA�gt 5 %, so gehen rund 5.000 Euro an die Bank oder den Vermittler. Die Abschlussprovisionen variieren von Produkt zu Produkt unterschiedlich.

Mit den Abschlusskosten geben sich Banken und Vermittler allerdings nicht zufrieden. FA?r die meisten Produkte werden auch sogenannte Bestandsprovisionen oder Vertriebsfolgeprovisionen eingenommen. Die Bestandsprovisionen zahlen die Produktanbieter jedes Jahr an die Banken und Vermittler, solange sich ein Produkt im Depot eines Kunden befindet. FA?r einen Aktienfonds kA�nnen das beispielsweise jA�hrlich schnell 0,85 % und mehr der Anlagesumme sein. HA�lt der Anleger einen solchen Fonds entsprechend lange, summieren sich die Bestandsprovisionen mit der Zeit auf einen stattlichen Betrag, der selbst die hohen Abschlussprovisionen A?bersteigt. Steht im Gegenzug keine Leistung seitens des Vermittlers zur VerfA?gung, ist das quasi rausgeschmissenes Geld. Vor allem bei Versicherungspolicen auf Fondsbasis werden sehr hohe Bestandsprovisionen eingenommen. Somit ist das a�zkostenlosea�? BeratungsgesprA�ch bei Banken und Finanzdienstleistern ein AmmenmA�rchen.

Laufende Kosten unterschA�tzen

Den GroAYteil der Kosten verursachen allerdings die Produktgeber mit den laufenden Kosten selber,da sie fA?r die Verwaltung des Produktes fA?rstlich entlohnt werden. Diese a�zVerwaltungsgebA?hra�? oder auch a�zManagementgebA?hra�? wird jA�hrlich in HA�he eines festgelegten Prozentsatzes berechnet und dem Anleger von seinem Kapital abgezogen. Darin enthalten sind die Kosten fA?r das Management und die Betriebskosten sowie die Bestandsprovisionen fA?r den Vermittler. Die laufenden Kosten von aktiv gemanagten Fonds liegen zum Beispiel schnell bei durchschnittlich 1,8 % pro Jahr. ZusA�tzlich entstehen durch das aktive Handeln zusA�tzliche Transaktionskosten, die im Schnitt weitere 0,5 bis 1,0 % der Anlegerrendite verschlingen. In Europa nimmt sich das Fondsmanagement auch gerne eine ErfolgsprA�mie, die sogenannte a�zPerformance-Feea�?, welche im Durchschnitt mit weiteren 0,5 % zu Buche schlA�gt. Kombiniert man aktive Fonds zusA�tzlich mit Versicherungsprodukten, so entstehen noch weitere Kosten auf Versicherungsebene, was zu einer weiteren RenditekA?rzung von A?ber 1 bis 2 % pro Jahr fA?hrt. Unter dem Strich bleibt dem Anleger in der Regel nicht einmal die HA�lfte der am Markt erzielbaren Rendite, was zu einer enormen GefA�hrdung der finanziellen Ziele fA?hrt.

KostengA?nstig sind Indexfonds

Schaut man sich kosteneffiziente LA�sungen an, so kommt man an gA?nstigen Indexfonds/ETFs nicht vorbei. Sie kommen ohne aktives Management und hohe Transaktionskosten aus. Sie bilden einfach passiv einen gA�ngigen Index wie z.B. den Euro Stoxx 50 ab. Dadurch fallen die Kosten der Fonds deutlich geringer aus. Baut man sich damit ein breitdiversifiziertes Weltportfolio, so liegen die laufenden Kosten nur noch bei circa 0,20 bis 0,30 % pro Jahr, je nach Risikoneigung. Sowohl die Abschlusskosten als auch die Bestandprovisionen entfallen hier komplett. Auch sind Anleger mit StandardlA�sungen wie z. B. mit dem global diversifizierten easyfolio-Fonds bestens bedient. Mit laufenden Gesamtkosten von circa 0,90 % pro Jahr inklusive Rebelancing sind im Vergleich zu aktiven Produkten ein SchnA�ppchen.

Muss QualitA�t ihren Preis haben?

Ist also eine kostengA?nstige Geldanlage tatsA�chlich nichts wert? Bringen kostengA?nstige Anlagen weniger Ertrag? NatA?rlich nicht! Eine ganze Reihen von wissenschaftlichen Untersuchungen zeigt: Fonds mit niedrigen Kosten bringen hA�here Renditen. Auch bringt passives Investieren mit Indexfonds dauerhaft einen renditesteigernden Effekt gegenA?ber aktiven Anlagenstrategien. Bei der Geldanlage treffen also zwei bekannte Weisheiten zu, die man sich als Anleger merken sollte.

Die Kaufmannsregel: Im Einkauf liegt der Gewinn.

Und die Investorenregel: Hin und Her macht Taschen leer.

Befolgen Anleger diese beiden Grundregeln der Geldanlage, werden sie das teure Spiel gegen die Finanzindustrie gewinnen und den GroAYteil der Marktrenditen fA?r sich einnehmen.